Altersvorsorge im Studium: Selbst Kleinbeträge zahlen sich aus

Studieren und nebenbei Partys feiern, Konzerte besuchen, reisen – für Studenten liegt das Thema Rente meist in weiter Ferne. Dabei gilt: Je früher angespart wird, desto stärker zahlt sich private Vorsorge aus.

 

Kleinvieh bringt auch Rendite

Wer studiert, hat im Normalfall trotz Job und Unterstützung durch die Eltern am Monatsende wenig auf dem Konto. Dafür sorgen die Lebenshaltungskosten und hohen Mieten in den Universitätsstädten.

Trotzdem lohnt es sich, selbst mit kleinen monatlichen Beträgen für später zu sparen, denn durch den Zinseszins-Effekt vermehrt sich das Geld – umso stärker, je früher mit dem Ansparen begonnen wird. Der Jung-Anleger sollte sein Finanzkonzept aber gut durchdenken: Es nützt nichts, Geld in einen Fondssparplan einzuzahlen, wenn der Dispo dauerhaft überzogen ist und dementsprechend hohe Zinsen zu zahlen sind.

Außerdem müssen Akademiker in spe erst für ihren Basisversicherungsschutz sorgen, bevor sie etwas für später ansparen können: Kranken- und Haftpflichtversicherung sind ein absolutes Muss, eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist ebenfalls sinnvoll: Wird sie bereits in jungen Jahren abgeschlossen, ist sie wesentlich günstiger.

 

ETFs als Alternative zu Lebensversicherungen und Tagesgeldkonten

Lebensversicherungen sind für junge Leute zu unflexibel und werfen kaum noch Rendite ab, Tagesgeldkonten leiden unter dem Niedrigzins. Diese Anlageformen eignen sich für Studenten eher nicht. Eine Alternative sind ETFs („Exchanged traded Funds“), börsengehandelte Indexfonds. Sie bilden einen Börsenindex wie den DAX passiv nach und versprechen gute Renditen. Außerdem sind sie günstiger als sogenannte aktive Fonds, bei denen ein Fondsmanager über die Investition entscheidet. Die meisten Banken bieten ETF-Sparpläne bereits ab einer Investitionssumme von 50 Euro monatlich an. Ist einmal nicht genug Geld fürs Sparen übrig oder kann eine höhere Summe in den ETF investiert werden, lässt sich das problemlos flexibel regeln.

Wer von der Fülle an Finanzprodukten überwältigt ist, kann sich von Finanzdienstleistern wie Swiss Life Select, DVAG oder MLP beraten lassen – Swiss Life Select hat übrigens im vergangenen Jahr eine Studie zum Thema Studenten und finanzielle Vorsorge veröffentlicht. Alternativ lassen sich unabhängige Finanzberater konsultieren, der Kundenberater der Hausbank hilft ebenfalls gern weiter.

 

 

Bild: Pixabay, 849825, StartupStockPhotos

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