Immobilien als Wertanlage

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Die Zinsen sinken und der Euro verliert an Wert. Aus diesem Grund greifen immer mehr Bürger zu einer Immobilie als Wertanlage. Besonders beliebt sind Eigentumswohnungen, aber auch Einfamilienhäuser und vermietete Mehrfamilienhäuser. Wir schildern nachfolgend, wie der Wert bestimmt wird und welche Rendite zu erwarten ist.

 

Wertbestimmung der Immobilie

Um den Marktwert einer Immobilie zu bestimmen, werden verschiedene Verfahren angewendet. Diese sind in der sogenannten Wertermittlungsverordnung festgelegt. Grundlage sind die Preise, die in der Vergangenheit bezahlt wurden. Nach dem Sachwertverfahren werden Doppelhaushälften sowie Ein- und Zwei-Familien-Häuser beurteilt. In diesem Fall erfolgt eine getrennte Bewertung des Grundstücks und der baulichen Anlagen. Dabei wird der Neubauwert abzüglich einer Minderung für das Alter in Abhängigkeit vom Baujahr vorgenommen. Aus diesem Grund sind massiv gebaute Häuser, wie zum Beispiel von Viebrockhaus, hochpreisiger eingestuft, da hier von einer Nutzungsdauer von 80 Jahren ausgegangen wird. Damit der ermittelte Sachwert marktkonform ist, wird ein Abgleich mit dem Grundstücksmarkt durchgeführt, indem ein Blick in die diversen Verkaufsplattformen, wie zum Beispiel immonet.de, geworfen wird. Bei dem Ertragswertverfahren hingegen werden die erwirtschafteten Mieteinnahmen, der Bauzustand sowie die Restnutzungsdauer zugrunde gelegt, wodurch dieses Verfahren ausschließlich bei Gewerbeimmobilien und Mehrfamilienhäusern angewendet wird.

 

In welchen Regionen werden künftig hoher Wertsteigerungen erwartet?

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut hat eine Studie erstellt, wie die Immobilienpreise sich voraussichtlich bis zum Jahr 2030 entwickeln. Dabei wird berücksichtigt, dass beispielsweise Pendler wählen können zwischen günstigen Immobilien auf dem Land und teuren Wohnungen in der Stadt. Daraus sind sechs verschiedene Wertsteigerungsklassen herausgekommen. Überdurchschnittliche Wertsteigerungen von über 40 % sind südlich von Berlin, westlich von Bremen und nordwestlich von Essen möglich. Auch für die Räume Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt am Main werden Preissteigerungen zwischen 30-40 % vermutet. Besonders in diesen Regionen lohnt sich daher eine Geldanlage besonders.

 

Errechnung der voraussichtlich Rendite

Die Berechnung der Rendite ist bei einer vermieteten Immobilie einfach und schnell. Hier wird die zu erwartende Nettomiete eines Jahres durch den Preis der Immobilie geteilt. Bei anderen Objekten ist die Rendite erst nach Verkauf ermittelbar. Noch schwieriger ist es, für ein selbst genutztes Objekt eine Rendite zu errechnen. Denn sie hängt auch von der Finanzierung, den durch Eigennutzung eingesparten Mieten und dem Gewinn oder Verlust bei Veräußerung ab. Die größte Rendite bei einem selbst genutzten Objekt ist sicherlich die bessere Lebensqualität.

 

 

Bild: © istock.com/Ridofranz

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