Steuern zahlen bei der Geldanlage in P2P-Kredite

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Der nachfolgende Artikel erschien zuerst auf P2P Investment.

Steuern sind immer ein leidiges Thema. Auch in Sachen Ihres P2P Investments werden Sie sich damit beschäftigen müssen, denn Ihre Erträge aus Geldanlagen in P2P-Kredite sind als sogenannte „Einkünfte aus Kapitalvermögen” steuerpflichtig.

Freistellungsauftrag noch nicht möglich

Obwohl aber im Regelfall größere Banken die Verwaltung übernommen haben, können gegenüber Plattformen für P2P Investments zur Zeit noch keine Freistellungsaufträge gestellt werden. Steuern werden also schon im Vorfeld eingezogen.

Freibetrag mit Anlage KAP anzeigen

Für Sie als Anleger ist es notwendig, dass Sie in Ihrer Steuererklärung auch die Anlage KAP ausfüllen und einreichen, um eine Verrechnung der Einnahmen mit dem gesetzlich bestehenden Freibetrag zu erwirken. Für Alleinstehende beläuft sich dieser Freibetrag auf aktuell 801 Euro, für Verheiratete auf 1.602 Euro. Der Steuersatz auf Kapitalerträge liegt bei 25 Prozent, zuzüglich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag).

Lassen Sie das Finanzamt etwas mehr arbeiten

Sie haben die Möglichkeit überprüfen zu lassen, ob Sie überhaupt die volle Höhe der Kapitalertragssteuer zahlen müssen, und ob Ihre Bank nicht vielleicht zu viel Steuergeld vorab abgeführt hat. Gelegenheit, entsprechende Anträge einzureichen, haben Sie in den Zeilen 4 und 5 der Anlage KAP. Nutzen Sie diese Chance.

Verluste bleiben unberücksichtigt

Im Vergleich zu Investments in Aktien können leider bei einem P2P Investmnet keine Verluste gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht werden. Zinsen die nicht gezahlt werden, können nicht als entgangene Einnahme, als Verlust oder Werbungskosten abgesetzt werden. Gleiches gilt auch für den Tilgungsanteil der Rückzahlung. Ist eine private Darlehensforderung uneinbringlich, so ist dies in den meisten Fällen steuerlich nicht verwertbar.

Steuern ernst nehmen und Erfahrungen sammeln

Wie bei allen alternativen Investitionsformen gilt auch bei der Geldanlage in P2P-Kredite, dass jedes Finanzamt eine unterschiedliche Menge an Erfahrungen haben wird. Bereiten Sie sich also in jedem Fall auf Nachfragen von den Finanzämtern vor und sammeln Sie Erfahrungen. Wichtig ist es natürlich immer, dass Sie Ihre Kapitaleinnahmen immer gewissenhaft angeben und die entsprechenden Steuerzahlungen leisten. Dann kann Ihnen nichts passieren.

Lassen Sie sich von alldem nicht abschrecken. Der bürokratische Aufwand wird sich lohnen. Und mit der richtigen Software schrumpft das Verwaltungshindernis zusehends.

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