US-Immobilienmarkt: Viele Städte sind zu teuer

In der Hälfte aller US-Städte sind die Immobilienpreise für den Durchschnittsbürger nicht erschwinglich, wie eine Umfrage von interest.com ergab. Mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen könnte man sich demnach ein Eigenheim nur in 10 der insgesamt 25 größten US-Metropolregionen leisten.

Was bedeutet das für die Menschen vor Ort? Zum einen steigt die Anzahl der Mehrfamilienhäuser in den Großstädten und immer mehr Menschen sind gezwungen, in günstigere Städte oder ländliche Gegenden zu ziehen. „Die Konsequenzen sind weitläufig und es geht dabei nicht nur darum, ob die Immobilien erschwinglich sind. Es beeinträchtigt auch ökonomische Entwicklungen in den Metropolregionen“, stellt Stuart Gabriel, Professor für Immobilienwirtschaft an der UCLA Anderson School of Management, fest.

Zu den teuersten Regionen gehören neben Los Angeles und San Diego auch San Francisco und New York. Besser sieht es hingegen in Minneapolis, Atlanta sowie St. Louis und Detroit aus, die laut Umfrage zu den günstigsten Metropolen der USA gehören. Die Immobilien sind aber nicht mehr so teuer wie zum Höhepunkt der Immobilienkrise in den USA, meint der Investment-Experte Robert Shiller. „Deswegen dürften Immobilieninvestitionen ebenfalls sinnvoll sein.“

Laut Prognosen wird der Umsatz der Immobilienbranche im Jahr 2018 von derzeitig 327 Milliarden Dollar auf 352 Milliarden ansteigen. Einen Großteil davon macht der Verkauf von Luxusimmobilien. In New York wurde Ende 2014 sogar die 100-Millionen-Dollar-Marke geknackt: Ein Penthouse an der Spitze des One57-Hochhauses inklusive Panoramablick auf den Central Park wechselte für geschlagene 100,5 Millionen Dollar seinen Besitzer. Das scheint das Problem für den Durchschnittsbürger jedoch nicht zu beheben, denn diese können sich noch nicht einmal „normale“ Eigenheime leisten.

Bild: hello_rayman | pixabay

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