Wie findet man sichere Wertpapiere ohne Risiko?

Immer wieder suchen Anleger gute Produkte zur Geldanlage, die sich besser rentieren als schlecht verzinste Anlagen. Wie kann man nur dieser „Welt ohne Zinsen“ entkommen? Mittlerweile gibt es schließlich viele Banken, die keinerlei Zinsen auf Geldmarkt- oder Tagesgeldkonten bezahlen. Warum? Ganz einfach: Die Wirtschaft soll in ganz Europa mit dauerhaft niedrig gehaltenen Zinsen angekurbelt werden. Genau aus diesem Grund ist der Verbraucher dazu aufgefordert, sich attraktive Wertpapiere zur Vermögensoptimierung auszusuchen. Fraglich ist hierbei, ob es Chancen ohne Risiken gibt. Schließlich wollen viele Verbraucher ihr Geld ohne Risiko zu besten Renditen anlegen. Wie ist dieser Sachverhalt zu beurteilen?

 

Chancenreiche Wertpapiere die niemals Verluste bringen können – gibt es diese?

Natürlich zeigt diese durchaus provokante Frage sehr schnell: Es gibt keinerlei Wertpapiere ganz ohne Risiko, die beste Erträge bringen. Anders gesagt: Man kann nicht duschen und dabei nicht nass werden. Oder: Es gibt keine Glatze mit Locken!

Genau aus diesem Grund sind alle Investitionen in Wertpapiere sehr langfristig zu betrachten. Wer mit Kursverlusten verkaufen muss, weil der dringend an Geld kommen sollte, hat schon verloren. Deutlich besser ist es, wenn man in Sachen Wertpapiere sich ein Pendel vorstellt.

 

Dieses Beispiel wird hier einfach dargestellt:

Das Pendel zeigt in der einen Richtung das Thema Rendite und Chance auf, in der anderen Richtung das Thema Risiko. Je mehr Sie jetzt das Pendel in Richtung Chance aufziehen, desto mehr schlägt es auch in die andere Richtung Risiko aus. Somit steht sehr schnell fest: Wenn die Chance und damit der in Aussicht stehende Zinssatz erhöht wird, geht der Anleger automatisch ein größeres Risiko ein. Wer jedoch keinerlei riskante Anlageform auswählt, wird auch wenig Aussicht auf gute Zinsen und außergewöhnlichen Ertrag haben. Somit steht schnell fest: Je mehr Zins man erzielen möchte, desto mehr Schwankung bei der Anlageform muss der Anleger tolerieren können. Somit sollte eine risikobehaftete Anlageform stets auf einen langen Zeitraum hinweg betrachtet werden.

 

Gibt es keine guten Ertragsaussichten zum Nulltarif in Sachen Schwankung und Risiko?

Um es noch einmal zusammen zu fassen: Wer keinerlei Schwankungsbreite während der Anlagejahre aushalten kann, wird auch mit einem derzeit schlechten Zinssatz von 0,5-1,5 % zufrieden sein müssen. Aktien, Aktienfonds, Mischfonds sowie viele andere Fondsanlagen bieten deutlich mehr Ertragschancen. Damit geht der Investor allerdings auch ein größeres Risiko ein.

Deshalb sollten alle Wertpapiere dieser Art auf einen langfristigen Anlagehorizont betrachtet ins Depot gelegt werden. Was bedeutet langfristig? Unter langfristig versteht man am Geld- und Kapitalmarkt einen Anlagezeitraum von mindestens 8 Jahren. Wer also nur auf 3-5 Jahre schnell Geld verdienen will, sollte die Finger von Aktien- und Wertpapieranlagen lassen. Hier ist das Risiko zu groß, dass nach diesem Zeitraum die Kurse unter dem Einstiegsniveau liegen. Dazu gilt noch zu bedenken, dass Gebühren und Fondskosten die Erträge mindern und dadurch unterm Strich weniger Gewinn für den Verbraucher bleibt.

 

Sind Investmentfonds sicherer als viele Einzelwerte in Form von Aktien?

Wenn man sich in Sachen Wertpapiere auf ein Unternehmen, sprich, eine Aktiengesellschaft, verlässt, geht man automatisch ein „Klumpenrisiko“ ein. Wie heißt es so schön? „Legen Sie niemals alle Eier in einen Korb!“

Wer also seine gesamte Anlagesumme von zum Beispiel 20.000 Euro in einen Wert wie Siemens, BASF, EON oder Deutsche Bank legt, geht ein höheres Risiko ein, als wenn er sein Vermögen streut. Mit einem einfachen Aktienfonds minimiert der Anleger dieses Risiko ganz automatisch. Schließlich legt ein DAX-basierender Investmentfonds seine Gelder in diverse DAX-Titel in unterschiedlicher Gewichtung an. Somit investiert der Anleger in Branchen wie Versorger, Banken, Konsum oder Elektronik. Dadurch ist das Risiko schon einmal gestreut, vor allem wenn der Fondsmanager sein Handwerk versteht und die richtige Mischung aus den einzelnen DAX-Titeln auswählt.

An diesem Beispiel ist schnell zu erkennen: Die Streuung der Risiken ist relevant. Zusätzlich kann der Anleger seine Risiken minimieren, indem er in diversen Währungen und in verschiedene Arten von Wertpapieren sein Geld anlegt. Auf dieser informativen Seite kann man sehr viel in Sachen Depot und Wertpapieren erfahren und lernen.

Allerdings sollte man sich, egal wie sehr man die Aktien auch bunt mischt, immer bewusst sein: Schwanken die Börsen, betrifft es meist alle Werte und alle Börsen im In- und Ausland. Somit steht fest: Nur wer es aushält, Schwankungen am Markt zu ertragen, ist mit der Investition in Aktien richtig beraten.

 

Wie hoch sind die Renditechancen bei Aktien und Investmentfonds mit Unternehmensbeteiligungen?

Bei dieser Art der Investition kann man gut 6 % pro Jahr Rendite oder mehr erzielen. Wie bereits erwähnt: Das lange Zeitfenster einer Investition sollte man bei dieser Vermögensanlage unbedingt mitbringen.

Wenn die „Kanonen an der Börse donnern“, darf der Investor keinesfalls unruhig werden oder in einer Panik-Attacke verkaufen. Schließlich werden gute Schnäppchenpreise auch von Profis zum Nachkauf genutzt. Genau deshalb müssen niedrige Preise genutzt werden, um gute Qualität nachzukaufen. Wer also in solide Aktienwerte sein Geld investiert und von Unternehmen wie Apple, Siemens, Nokia, Deutsche Post oder Novartis überzeugt ist, darf kleine Korrekturen an der Börse nicht zu ernst nehmen. Die Kurse steigen und fallen nun einmal – deshalb sollte man nicht sofort die Qualität des Unternehmens in Frage stellen.

Dividendenrendite ersetzt die Zinsen von festverzinslichen Wertpapieren

Zu den Wertsteigerungen an der Börse kommt immer noch als kleiner Bonus mit hinzu, dass viele Unternehmen gute Dividenden bezahlen. Was bedeutet dies? Einmal im Jahr bezahlen Unternehmen einen Zins aus, dieser wird bei einer Aktiengesellschaft als Dividende bezeichnet. Die Dividendenzahlung hängt in jedem Jahr maßgeblich davon ab, wie es um die Gewinne im investierten Unternehmen steht. Erwirtschaftet der Konzern erhebliche Gewinne, schüttet er diese an seine Aktionäre aus. Insofern steht für jeden einzelnen Aktionär fest: Ich trage das Risiko eines „kleine Unternehmers“ – somit ist der Investor an dem Unternehmen beteiligt.

Das bedeutet, er partizipiert an den Gewinnen, muss letztendlich jedoch auch dafür geradestehen, wenn es um die Gewinne und die Struktur der Aktiengesellschaft nicht so gut bestellt ist. Als kleiner Teilhaber der Firma muss er in finanzieller Hinsicht mit dafür geradestehen, wie es um die Firma steht.

 

Am weltweit wirtschaftlichen Wachstum als Aktionär teilnehmen

Warum sollte man sich am deutschen, europäischen oder am weltweiten Aktienmarkt beteiligen? Ganz einfach: Wenn Sie sich als Anleger nicht vom Zinsniveau abhängig machen wollen, sondern vielmehr am weltweiten Wirtschaftswachstum partizipieren möchten dann werden Sie Aktionär. Hier überlassen Sie in Sachen Geldanlagen nichts dem Zufall, sondern wissen, dass wir uns in einer Welt des Wirtschaftswachstums befinden. So nehmen Sie am Gewinn der Unternehmen teil. Sie wissen, dass Innovation im Sinne der Technik im Trend der Zeit liegt und glauben an den Fortschritt des weltweiten Wachstums.

Schließlich ist Stillstand der Tod. Wenn wir bedenken, dass wir in Europa in den Industriestaaten mittlerweile fast alle ein Smartphone besitzen, weltweit jedoch in Entwicklungsländern noch bei weitem nicht alle Menschen fließend warmes Wasser, geschweige denn ein ganz normales Mobiltelefon besitzen, ist uns klar: Es gibt noch viel zu tun, damit wir auf der ganze Welt die Armut besiegen und im technischen Fortschritt leben.

Wir stehen am Anfang der selbstfahrenden Autos und der Roboter für die Gesundheit. Wir leben in einer digitalisieren Welt, in der viele Innovationen noch auf uns warten. Irgendwann einmal können wir in Sachen Technologie viele Fehler aushebeln. Ob das gut oder schlecht ist, sei einmal dahingestellt. Sicher ist jedoch, dass viele Firmen und auch die Menschheit im Sinne der technischen Innovation davon profitieren wird. Fehler werden ausgehebelt – neue Fehler entstehen. Wir werden auf der gesamten Welt genau deshalb wirtschaftlich im Wachstum leben, weil Fortschritt schon immer ein Teil der Gesellschaft der letzten 100 Jahre war. Warum sollten wir jetzt auf einmal stehen bleiben oder uns rückwärts bewegen?

 

Genau an diesem Fortschritt kann jeder Teilhaber einer Firma partizipieren

Wer nicht nur als Verbraucher vom Wirtschaftswachstum sondern als Teilhaber eines Unternehmens profitieren will, kann sich Aktien ins Depot legen. Wie bereits erwähnt, profitiert der Aktionär von der Dividende und vom Kursgewinn gleichermaßen. Im Gegenzug trägt er das Kursverlustrisiko. Gute, solide Unternehmen werden auf lange Sicht hinweg wachsen. Genau deshalb sollte jeder Investor, der auf lange Sicht das Geld nicht benötigt, in Aktien investieren. Dass dies nicht die „eierlegende Wollmilchsau“ darstellt, wenn man Chancen und Risiken gleichermaßen eingeht, versteht sich von selbst. Fest steht, dass man so auf Dauer die besten Ertragschancen für sein Vermögen nutzen kann.

 

Monatlich ansparen in Investmentfonds

Sie möchten nicht auf einmal viel Geld in der Börse investieren? Dann steigen Sie Schritt für Schritt in den Markt ein. Sie können auch mit monatlichen Sparverträgen in Form von Aktienfonds langsam Ihr Vermögen in Sachen Unternehmensbeteiligung aufbauen. Dabei entscheiden Sie selbst, in welche Unternehmen Sie investieren möchten. Der Investmentfonds kann nach den Wünschen in den deutschen oder internationalen Markt investieren. Wer sich nicht von einem Banker beraten lassen will, wählt die Direktbank im Internet. Hier kann jeder Preise und Gebühren sparen, weil er keine Filialbank mit teuren Gebäude- und Personalkosten auswählt.

 

Fazit

Wer sein Vermögen an der Börse in Form von Aktienanlagen aufbauen will, kann sich als Aktionär ein Depot einrichten. Hierbei nutzt man Chancen auf sehr gute und überdurchschnittliche Erträge. Dass diese Art sein Vermögen zu vermehren nicht ohne jegliches Risiko möglich ist, ist in diesem Artikel ausführlich dargestellt. Sind Sie bereits Aktionär oder möchten Sie es jetzt werden?

 

Bild: Depositphotos.com/SergeyNivens

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